| Datum: | 29.07.2010 | |||
| Art: | Pressemitteilung | |||
| Autor: |
Alexandra Diedrich, Telefon: 0711/ 183-2120 LBS Baden-Württemberg |
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| Titel: | Pressekonferenz: LBS Immobiliengesellschaft - Nachfrage nach Immobilien ungebrochen | |||
| Inhalt: |
Die Vorteile des Eigenheims wissen die Menschen gerade in unsicheren Zeiten zu schätzen. Ob zur Selbstnutzung, als Geldanlage oder als Altersvorsorge – stabile Werte sind gefragt, die eigenen vier Wände gehören zweifelsohne dazu. Wohnimmobilien in Deutschland erweisen sich nach aktuellen Zahlen der LBS als besonders solide Anlage. Auch das positive Vermittlungsgeschäft der LBS Immobiliengesellschaft (LBSi), einer Tochter der LBS Baden-Württemberg, hält an. In den ersten sechs Monaten des Jahres lagen die Vermittlungen der Profis der LBSi mit 430 Kaufobjekten bereits gut 10 Prozent über den Vorjahresstückzahlen. Der Objektumsatz stieg um 13 Prozent auf 64 Mio. Euro. Zwei Drittel dieses Umsatzes wurden durch die LBS Baden-Württemberg sowie durch die Sparkassen und die BW-Bank finanziert. Die LBSi rechnet damit, dass das Ergebnis auch Ende 2010 über dem des Vorjahres liegen wird. Die hohe Nachfrage kann vielerorts kaum befriedigt werden. Immobilienbesitzer, die ihr Eigenheim über die Immobilienprofis der LBSi verkaufen möchten, können derzeit mit einem schnellen Abschluss rechnen. Preissteigerungen verzeichnet die LBSi vor allem in den Ballungsräumen. Sie bieten weiterhin beste Entwicklungsperspektiven und sind die Regionen mit der größten Nachfrage nach Wohnraum. Die Folgen des demografischen Wandels Ein zentraler Faktor der starken Wohnungsnachfrage ist die steigende Zahl an privaten Haushalten. Baden-Württemberg wächst – zumindest was die Zahl der Haushalte angeht. Die meisten Prognosen zur demografischen Entwicklung in Deutschland erwarten trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen auch in den nächsten zehn Jahren die Zunahme von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten – darunter viele mit älteren Menschen. Diese benötigen mehr denn je adäquaten altersgerechten Wohnraum, um sich so lange wie möglich selbstständig versorgen zu können. Wie in ganz Deutschland differenziert sich auch in Baden-Württemberg der Immobilienmarkt. Neben stark wachsenden Kommunen gibt es viele Gemeinden, die von Stagnation oder gar Schrumpfungsprozessen betroffen sind. Entsprechend unterschiedlich sieht das regionale Nachfragepotenzial nach Wohnungsneubau aus. Weitere Zuwächse werden vor allem in den Speckgürteln rund um die Ballungszentren und den ausgewiesenen Entwicklungsachsen in den Regionen. Trotz der starken Nachfrage ist die Neubautätigkeit in Deutschland in den vergangenen Jahren auf ein historisch niedriges Niveau gesunken – auch in Baden-Württemberg: im Jahr 2009 wurden hier nur noch 25.400 Wohnungen fertiggestellt. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele; in den 1990er Jahren wurden sogar über 100.000 Wohneinheiten pro Jahr fertiggestellt. Die Verknappungstendenzen machen sich vielerorts bereits bemerkbar. Faktor Sicherheit Trotz guter Rahmenbedingungen führte die angespannte weltwirtschaftliche Lage in den letzten Jahren zu Unsicherheiten bei den Kauf- und Bauinteressenten in Deutschland. Während es auf den Wohnungsmärkten in etlichen europäischen Ländern weiterhin turbulent zugeht, können hierzulande konstante Preise und historisch günstige Finanzierungsbedingungen verzeichnet werden. Der Markt dreht sich – von Zurückhaltung ist in vielen Regionen Baden-Würtembergs nichts mehr zu spüren. Das starke Interesse an der inflationssicheren Geldanlage Eigenheim gilt vor allem Objekten im Bestand: Sie überflügeln weiterhin den Neubau, dessen Anteil nur langsam in manchen Regionen zuzulegen scheint. Allen voran wird nach wie vor das freistehende Einfamilienhaus favorisiert. Gerade junge Menschen sind an bezahlbaren, familiengerechten Eigenheimen interessiert. Die Statistik bestätigt dies: So liegt die Wohneigentumsquote in Baden-Württemberg bei 49 Prozent, in Gesamtdeutschland bei 43 Prozent. Zudem sind Eigentümerhaushalte meist größer als Mieterhaushalte – vor allem Familien mit Kindern wohnen öfter in den eigenen vier Wänden. Unter den Mietern gelten übrigens lediglich 20 Prozent als „echte Überzeugung-täter” – die meisten von ihnen sind „verhinderte Eigentümer“, die im Grunde genommen auch gerne eine eigene Immobilie hätten. Wohnwert und Wertentwicklung Auf die Frage nach den Preisen für eine Immobilie in Baden-Württemberg gibt es eine scheinbar einfache Antwort: Es kommt auf den Standort an. Diese Entwicklung bestätigen die Experten der LBSi. Das Angebot an Wohnungen und Häusern in guter Lage ist begrenzt, während die weitere Nachfrage steigt. Die Wertentwicklung wird künftig noch mehr als in der Vergangenheit von Qualität und Standort der Immobilien beeinflusst. Bei den Preisen von freistehenden Einfamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen im Bestand prognostiziert die LBSi weiterhin eine leicht steigende Tendenz. Bei neuen Einfamilienhäusern ist das Niveau bei knapp bleibender Objektauswahl unverändert und auch die Kosten von Wohnbauland sind stabil. Neue Reihenhäuser kosten dagegen je nach Lage derzeit eher etwas mehr. Faktor Energiesparen Der inzwischen obligatorische Energieausweis für Wohngebäude verschärft die energetischen Anforderungen nicht nur an Neubauten. Auch die Preise von Immobilien aus dem Bestand entwickeln sich bereits heute entsprechend der energetischen Qualität der Objekte sehr unterschiedlich. Der Aufwand für die Sanierung muss schließlich auf die Finanzierungskosten aufgeschlagen werden. Je schlechter die Bausubstanz, desto geringere Preise lassen sich beim Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung erzielen. Das gilt vor allem bei schlecht gedämmten Gebäuden der 50er, 60er und 70er Jahre. Ein weiterer Trend: Steigende energetische Anforderungen werden künftig vermehrt zum Abriss von Immobilien führen, wenn sie sich nicht mehr als sanierungswürdig erweisen. Heinz Panter: „Gerade für energetische Sanierung und Modernisierung gibt es eine Reihe von attraktiven Förderprogrammen von Bund und Land. LBS und Sparkassen beraten kompetent auch zu den öffentlichen Mitteln.“ |
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